Du alleine erschaffst deine Realität

Bestimmt siehst auch du täglich mindestens einmal pro Tag ein kitschiges “think positive” Bildchen irgendwo in deinem Newsfeed. Jeder weiß ja wie wichtig es ist, positiv zu denken. Aber weißt du auch, wieso? Weißt du eigentlich, welche Macht deine Gedanken haben? Weißt du denn wirklich, dass du dein ganzes Leben alleine durch deine Gedanken ändern kannst?

Vielen Menschen ist das gar nicht richtig bewusst. Mir ging es lange Zeit genauso. Und auch du denkst vielleicht, dass es wohl einfach Menschen gibt, mit denen es das Leben gut meint. Und dass es wiederum Menschen gibt, die es oft schwer haben. Was ist der Unterschied zwischen diesen Menschen? Machen die einen etwas anders, als die anderen? Und wenn ja, was?

Deine eigene Realität

Um das zu verstehen, musst du vorher etwas Grundlegendes begreifen: Jeder Mensch nimmt das Leben – sein Leben – anders wahr. Selbst wenn zwei verschiedenen Menschen das Gleiche passieren würde, würde jeder von ihnen anders empfinden. Man nennt das auch subjektive Wahrnehmung und sie entsteht, weil wir alle unterschiedliche Menschen sind. Die eigene Wahrnehmung hängt ab von dem, was uns unsere Eltern und unser Umfeld beigebracht haben. Und auch davon, was wir selbst im Laufe unseres Lebens gelernt und erlebt haben. Das bedeutet, selbst wenn dein Leben objektiv genauso aussieht wie das eines anderen Menschen, lebt ihr beide ein total unterschiedliches Leben. Denn es kommt nur darauf an, wie du selbst es empfindest.

Das Leben ist kein Ponyhof

Für die meisten Menschen ist das Leben eine Aneinanderreihung von Aufgaben, die es zu bewältigen gilt. Es ist anstrengend. Es ist hart. Es ist nicht leicht oder einfach. Sie haben viele Sorgen und Probleme und nur wenig, worauf sie sich wirklich freuen. Mit diesen kleinen Lichtblicken halten sie sich bei Laune und schaffen es so, den Alltag irgendwie durchzustehen. Sie wurden so erzogen und haben Glaubenssätze wie “Das Leben ist kein Ponyhof, ohne Fleiß keinen Preis, das Leben ist hart, erst die Arbeit – dann das Vergnügen, das Leben besteht nicht nur aus Spaß” schon in ihrer Kindheit übernommen. Bestimmt hast auch du den ein oder anderen negativen Glaubenssatz über das Leben oder über bestimmte Bereiche des Lebens.

Und mache Menschen scheinen immer gut drauf zu sein. Sie bewältigen alles mit Leichtigkeit, haben scheinbar nie wirklich ernste Probleme und sprühen nur so vor Energie und guter Laune. Sie haben für alles eine Lösung und wirken total glücklich und mit sich selbst und der Welt zufrieden.

Der Schlüssel zum  Glück

Wie machen die das? Wenn du verstanden hast, dass es einzig und allein auf deine subjektive Wahrnehmung ankommt, hast du schon die Hälfte des Schlüssels zum Glück in der Hand. Denn wenn du das verstanden hast, hast du grenzenlose Macht über dein Leben! Du kannst damit zwar nicht die Welt verändern, aber du kannst deine Welt ändern. Und du kannst beschließen, dass dein Leben leicht und fröhlich und voller Liebe sein soll. Du kannst dich dafür entscheiden, dein Leben anders wahrzunehmen als bisher.

Am Anfang hatte auch ich noch Zweifel daran. Ich dachte mir: Ist das dann nicht das gleiche, wie wenn ich mir alles nur einbilde? JA! Aber da du dir quasi alles “nur einbildest” – sowie sich alle Menschen alles nur einbilden – ist es real. Denn das, was du in deinem Kopf aus den Impulsen von deiner Umgebung machst, das ist letztendlich dein Leben. Und deshalb ist es real. Das ist die Macht deiner Gedanken.

realität

Du kannst jetzt denken: Was für ein Quatsch! Oder du kannst es einfach selbst ausprobieren. Doch wie genau kannst du das alles umsetzten? Soviel vorab: Es reicht nicht, dass du einfach nur an schöne, positive Dinge denkst. Aber es fängt mit deinen Gedanken an.

Was denkst du?

Zuerst solltest du dir einmal über deine Gedanken bewusst werden. Was denkst du so den ganzen Tag? Was davon ist dir bereits bewusst und welche Gedanken sind (noch) unterbewusst vorhanden? Sind sie insgesamt eher positiv oder trägst du häufig Gedanken mit Ärger, Wut und Angst in dir? Und vor allem: Wie denkst du über dich selbst?

Indem du dir über deine Gedanken und Gefühle bewusst wirst, gehst du den ersten Schritt. Du kannst dir dafür zum Beispiel ein Blatt Papier nehmen und all deine Glaubenssätze aufschreiben. Beobachte den Tag über, was du so denkst. Lenke dein Bewusstsein auf deine Gedanken und darauf, wie du dich in bestimmten Situationen fühlst. Und dann beginne damit, deine Energie in eine positive Richtung zu lenken. Wie du das am einfachsten machst, erkläre ich dir gleich.

Wenn du den ganzen Tag eher negative Gedanken in dir trägst, beeinflusst du damit direkt dein Leben. Und zwar im negativen Sinne. Denn deine Gedanken sind letztendlich nichts anders als Energie, die du freisetzt. Das glaubst du nicht? Du hattest doch bestimmt schon einmal einen Tag, an dem alles schief lief. An dem dir nur schlechte Dinge passiert sind und nichts so geklappt hat, wie es geplant war. Was hast du dir dabei gedacht? Wahrscheinlich hast du alles und jeden verflucht und dich darüber geärgert, was für ein Pech du aber auch wieder hast. Und warum muss das eigentlich immer ausgerechnet dir passieren? Du hast doch eh nie Glück!

Das Gesetz der Anziehung

Mit genau solchen Gedanken fällst du immer tiefer und tiefer in die Negativitätsspirale. Denn damit sendest du permanent negative Energie in Form von negativen Gedanken in das Universum. Und eben diese Energie bekommst du dann auch zurück. Das besagt das Gesetz der Anziehung. Du ziehst immer das an, worauf du deine Energie ausrichtest. Wenn du dich den ganzen Tag nur auf das fokussierst, was schlecht läuft und nur das wahrnimmst, dann lenkst du deine Energie in diese Bahnen. Und automatisch ziehst du dadurch Energie an, die sich auf der gleichen Resonanzebene befindet. Deshalb wird das Gesetz der Anziehung auch Gesetz der Resonanz genannt.

Genauso ist es, wenn du die ganze Zeit nur am Jammern oder Meckern bist. Denn dabei denkst du ständig an die Dinge, die nicht rund laufen. Du konzentrierst dich dadurch andauernd auf das, was dich stört und ärgert. Doch dadurch wird sich nichts ändern. Du lässt zwar kurz Dampf ab, aber letztendlich hast du meistens nur noch schlechtere Laune und ziehst dich und die Menschen um dich herum runter. Daraus kann nichts Gutes entstehen.

Das gleiche gilt übrigens auch fürs Lästern. Wenn du deine Zeit und Energie damit verbringst, schlecht über andere Menschen zu reden, verschwendest du nicht nur deine wertvolle Energie, sondern ziehst damit auch gleichzeitig negative Energie an. Wenn du andauernd über den Chef, die Kollegin, die Bekannte oder den Nachbarn herziehst, schleuderst du damit eine Menge negative Energie in diese Richtung. Und was hast du eben über das Gesetz der Anziehung gelernt? Richtig, es kommt alles zu dir zurück.

Die Macht deiner Gedanken

Statt deine Energie also mit negativen Dingen zu verschwenden und dadurch sogar schlechte Schwingungen auszusenden, die wiederum Energie mit der gleichen Schwingung anziehen, kannst du das Gesetz der Anziehung auch für dich nutzen. Das Gute daran ist nämlich, dass das ganze auch umgekehrt funktioniert. Anfangs wird es dir vielleicht noch ein bisschen schwer fallen, wenn du bisher viele negative Glaubenssätze gepflegt hast. Aber wenn du dir erstmal über die Macht deiner Gedanken und deiner Energie bewusst bist – und davon gehe ich jetzt aus, da du bis hier gelesen hast – dann kannst du sie auch ändern.

Verstehe mich bitte nicht falsch: Das alles bedeutet nicht, dass du dich nicht auch mal wütend oder traurig fühlen darfst. Auch diese Gefühle sind wertvoll und haben ihren Sinn. Wenn sie aufkommen, dann entscheide dich dafür, sie kurz zuzulassen. Du sollst deine Gefühle nicht verdrängen, sondern sie ganz bewusst wahrnehmen. Frage dich dabei, warum du dich gerade so fühlst, wie du dich fühlst. Was macht dich traurig, ängstlich oder wütend? Wieso reagierst du mit diesen Gefühlen darauf? Und kannst du die Situation vielleicht sogar ändern? Was kannst du anders machen und welche Dinge musst du anpacken, um zu verhindern, dass etwas diese Gefühle in dir auslöst? Deine negativen Gefühle dürfen einen gewissen Raum in deinem Leben einnehmen. Sie zeigen dir, wo etwas nicht gut läuft und sind ein Signal für dich, dir diesen Bereich genauer anzusehen. Sie geben dir die Möglichkeit, daran zu wachsen und zu lernen, wie du mit solchen Situationen besser umgehen kannst.

Dennoch solltest du deine Aufmerksamkeit und deine Energie vermehrt auf die positiven Dinge in deinem Leben fokussieren. Wenn du glücklich, zufrieden, fröhlich und voller Liebe bist, dann sendest du diese Energie aus und ziehst eben diese Energie gemäß dem Gesetz der Anziehung auch an. Bestimmt hast du das sogar schon erlebt. Du hattest doch sicherlich auch schon einmal eine Glückssträhne. Alles in deinem Leben lief super und du warst richtig gut drauf. Nichts konnte dir deine gute Laune vermiesen und du warst immun gegen die schlechte Laune von Anderen. Doch das war keine Glückssträhne. Das warst du selbst. Du hast es nur nicht gemerkt. Und du kannst das wieder tun.

Also, wie genau stellst du das jetzt an? Nachdem du dir über deine Gedanken und Gefühle und damit über die Energie, die du aussendest, bewusst bist, kannst du sie ändern. Entscheide dich dafür, dein Leben und das, was dir passiert anders wahrzunehmen. Sei dankbar für alles, was du in deinem Leben hast und lerne es zu schätzen. Sei dankbar für deinen Körper und dafür, dass du gesund bist. Sei dankbar dafür, dass du in einem Land aufwachsen kannst, in dem du nicht ständig um dein Leben fürchten musst. Sei dankbar für all die lieben Menschen in deinem Leben, deine Freunde und deine Familie. Und zwar aus tiefstem Herzen. Es gibt so vieles, wofür du dankbar sein kannst. Jeden Tag.

Vergleiche dich auch nicht andauernd mit anderen Menschen und versuche nicht, deine innere Leere oder Unzufriedenheit mit materiellen Dingen auszufüllen. Mache dein Glück nicht abhängig von Dingen, die du nicht beeinflussen kannst oder von anderen Menschen. Du alleine entscheidest darüber, wie dein Leben – deine Realität – aussieht. Denn du entscheidest, wie du sie wahrnimmst.

Positive Affirmationen

Dabei können dir zum Beispiel positive Affirmationen, also positive Glaubenssätze, sehr gut helfen. Genauso wie du bisher unbewusst einige negative Glaubenssätze durch ständiges denken wiederholt und kultiviert hast, kannst du das jetzt bewusst mit positiven Affirmationen tun. Du findest beispielsweise im Internet viele schöne Beispiele dafür. Mit einigen Affirmationen wirst du mehr, mit anderen weniger anfangen können. Suche dir einfach diejenigen aus, die am besten mit dir resonieren, also die, die ein gutes Gefühl in dir auslösen. Du kannst dir natürlich auch selbst deine eigenen Glaubenssätze ausdenken. Ich habe hier ein paar Beispiele für dich ausgesucht:

Ich vertraue darauf, dass der Prozess des Lebens mir nur Gutes bringt.

Für alles, was ich brauche, ist immer gesorgt.

Das Universum unterstützt mich bei allem, was ich tue.

Ich liebe und akzeptiere mich so, wie ich bin.

Schreibe dir für den Anfang 3 bis 5 Sätze auf und hänge sie irgendwo auf, wo du sie oft siehst. Zum Bespiel an deinem Badezimmerspiegel. So kannst du gleich morgens mit einer Ladung positiver Energie den Tag beginnen und die Sätze abends vor dem Schlafen nochmal verinnerlichen. Spreche die Affirmationen dabei laut aus, denn unser Gehirn und unser Unterbewusstsein nehmen Dinge am besten auf, wenn wir sie nicht nur lesen, sondern auch hören. Auf diese Weise programmierst du dich Tag für Tag ein bisschen um und richtest deine Energie neu aus. Verwende dabei außerdem nicht die Wörter kein und nicht. Denn damit würdest du dich wieder auf das konzentrieren, was du nicht möchtest.

Wie könnte dein Leben aussehen?

Stelle dir stattdessen vor, wie dein Leben aussehen könnte, wenn es voller positiver Energie wäre. Was würdest du anders machen, als bisher? Welche Qualität hätten deine Beziehungen zu anderen Menschen? Was würdest du sagen, denken und fühlen? Wie würdest du über dich selbst denken? Was würdest du tun? Was würde die beste Version, die du sein könntest, tun? Visualisiere diese Bilder und sende deine Energie aus ganzem Herzen in diese Vision.

Und dann lebe nach dem Vorbild deiner Vision. Lebe voller Mitgefühl, Freude und Liebe. Freue dich über das Leben und sei dankbar, für all die schönen Momente, die du erlebst. Sei jeden Tag offen für das, was das Leben heute für dich bereit hält und vertraue darauf, dass das Universum es nur gut mit dir meint. Und vor allem: Sei glücklich! Tue das, was dir Spaß macht und was dich glücklich macht. Und zwar so viel und so oft du kannst!

Ich hoffe, ich konnte dir mit diesem Beitrag ein paar Impulse geben und dir vielleicht ein bisschen helfen, den ersten Schritt in ein glücklicheres Leben zu gehen 🙂

 

 

 

 

 

4 Gedanken zu „Du alleine erschaffst deine Realität

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