Wie du dir mit Jammern & Lästern dein Leben versaust

Gehörst du zu den Menschen, die immer was zu Jammern und zu Lästern haben? Hast du das Gefühl in deinem Leben überwiegt das Negative statt dem Positiven und es gibt in der Regel nicht so viel, worüber du dich freuen kannst? Ich kann dir verraten, woran das liegt und wie du dein Leben drastisch verändern kannst, indem du deinen Fokus neu ausrichtest.

Vor kurzem war ich mit einer Freundin unterwegs, als sie einen alten Bekannten traf. Die beiden fragten sich gegenseitig, wie es dem jeweils anderen gehe und hielten ein bisschen Smalltalk. Der Bekannte meiner Freundin war wohl vor kurzem erst krank gewesen und es ging ihm noch nicht so gut. Seine Arbeit war wie immer stressig und sein Chef nervte ihn gewaltig. Außerdem stellten die beiden fest, dass es jetzt immer kälter wird und total oft regnet. So richtiges Mist-Wetter eben! Nachdem sie sich noch ein paar Minuten ausgiebig darüber beklagten, wie grau und nass es jetzt draußen ist, verabschiedeten sie sich voneinander.

Ich hatte mir alles mitangehört und in diesem Moment wurde mir so richtig bewusst, was da eigentlich gerade passiert war. Wir waren an diesem Tag echt gut drauf, aber nach diesem kurzen Austausch hing irgendwie ein schlechtes Gefühl in der Luft. Ist ja auch kein Wunder, nach so viel Negativität.

Hör endlich auf zu Jammern

Seit wann ist Jammern eigentlich so in geworden? Ist es nicht befremdlich, dass wir uns wenn wir jemanden treffen erstmal das Gejammer dieser Person anhören müssen, um ihr dann lang und breit aufzuzählen, was in unserem Leben gerade schlecht läuft? Tut dir das gut? Haben danach nicht beide ein schlechtes Gefühl? Oder beklagen wir uns ständig, weil wir denken es wird dadurch besser? So nach dem Motto “geteiltes Leid ist halbes Leid”?

 

Wie Jammern und Lästern dein Leben versaut

 

Wie wäre es, wenn wir uns statt zu Jammern einfach mal erzählen würden, was uns an schönen Dingen passiert ist? Was für ein toller Tag heute ist und worauf wir uns freuen. Und wenn dir nichts Gutes einfällt (weil du vermeintlich gerade nichts hast, worüber du dich freuen könntest), dann mach der anderen Person doch einfach ein Kompliment. Ich bin mir sicher, ihr beide geht nach so einem Gespräch mit einem guten Gefühl auseinander.

Das Resonanzgesetz

Denn was uns oft gar nicht bewusst ist, sind die negativen Auswirkungen des ständigen Jammerns. Nicht nur, dass wir anderen damit auf die Nerven gehen, sondern wir schaden damit auch uns selbst. Vielleicht hast du ja schon einmal vom Gesetz der Anziehung oder Resonanzgesetz gehört.

Dieses Gesetz besagt, dass du dir genau das in dein Leben holst, was du ausstrahlst. Wenn du also dauernd am Jammern und Nörgeln bist und deine Aufmerksamkeit somit nur auf die negativen Dinge in deinem Leben richtest, dann wirst du auch genau davon noch mehr bekommen. Darüber kannst du dich dann wieder beschweren und so den Kreislauf des Elends weiterführen.

Oder du entscheidest dich heute dazu, das Jammern einfach mal sein zu lassen. Wenn du damit aufhörst, deine Energie dafür zu verschwenden, kannst du deine Aufmerksamkeit statt auf das Problem auf dessen Lösung richten. Fokussiere dich auf das Schöne in deinem Leben und lerne die kleinen Dinge wieder zu schätzen. Sei dankbar für alles, was dir passiert und versuche in allem das Gute zu sehen. Probiere es doch mal einen Monat lang aus und beobachte, was sich in deinem Leben verändert.

Hör auf zu Lästern

Das selbe gilt übrigens auch fürs Lästern. Ich weiß, es ist schwer. Auch ich war schon in Situationen, in denen es mir echt schwer fiel, nicht schlecht über andere zu reden. Manchmal muss man sich einfach Luft machen. Das Problem an der Sache ist, dass wir dadurch mehr über uns preisgeben, als wir vielleicht vermuten.

 

jammern und lästern

 

Je öfter du über andere herziehst, desto stärker bleibst du bei den Menschen um dich herum als lästernde Person im Gedächtnis. Im schlimmsten Fall wirkst du dadurch sogar äußerst unsympathisch. Möchtest du, dass man dich so sieht? Dass man dich als Giftspritze wahrnimmt, die kein gutes Haar an anderen lässt? Außerdem gibst du beim Lästern eine Menge über dich Preis. Zum Beispiel, wie unzufrieden und unglücklich du mit deinem eigenen Leben bist.

Versuche doch stattdessen, die kleinen Fehler anderer Menschen zu verzeihen und davon auszugehen, dass die Person es nur gut meint. Und wenn nicht, dann verhält sie sich vielleicht dir gegenüber falsch, weil sie unsicher ist oder vor irgendetwas Angst hat und nicht weiß, wie sie sonst damit umgehen soll.

Über die Jahre habe ich mir angewöhnt, mich auf das Gute in den Menschen zu konzentrieren und arbeite daran, sie nicht für die Dinge, die sie sagen oder tun, zu verurteilen. Dadurch bleibt mir viel Wut oder Ärger gegenüber anderen erspart und Konflikte lassen sich auf dieses Weise viel besser lösen.

Du kannst nur das im Anderen sehen, was du selbst in dir siehst.

 

 

 

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10 thoughts on “Wie du dir mit Jammern & Lästern dein Leben versaust

  1. Tatjana Antworten

    Liebe Jenny,

    das ist ein wirklich schöner Artikel, der diesen etwas seltsamen “Trend” wirklich gut aufgreift und auf den Punkt bringt.

    Manchmal habe ich das Gefühl es ist nicht mehr “In” glücklich zu sein, stolz auf sich, seine Leistungen und sein Leben zu sein, einfach überall etwas Positives zu sehen und sich nicht in der “Jammeritis” zu verlieren. Ich glaube das Problem ist sehr vielschichtig und fängt bei jedem persönlich an:
    “Was werden die Leute von mir denken, wenn ich so (selbst-) zufrieden auftrete? Gelte ich dann als naiv? Nicht zielstrebig? Faul? Bin ich dann das Blondchen? Oberflächlich? Arrogant? Selbstverliebt? Werde ich damit noch akzeptiert und anerkannt? Habe ich überhaupt allen Grund dazu? Was ist, wenn die mich kritisieren/auslachen/schimpfen…?”
    “Wie kommt es im Außen an, wenn ich mit Freude über meine Erlebnisse, meine Erfolge und meine Entwicklung erzähle? Darf ich das überhaupt? Oder trete ich damit in die Wunden meines Gegenüber?”
    Manchmal fragen sich die Leute ja auch
    “Habe ich Grund, um glücklich ung zufrieden zu sein und wenn ja… darf ich das auch zeigen? ich habe Angst, dass es dann plötzlich wieder verschwindet und ich mit meiner Leere dastehe.”

    Das sind nur ein paar Gedanken. Es gibt natürlich noch viel mehr.
    Aber ich glaube es hat wirklich viel mit sozialer “Angepasstheit” und Ängsten zu tun.

    Ich sage dazu nur: Geh durch die Angst und du kommst in dein Potenzial!

    Alles Liebe
    Tatjana

    • Jenny Autor des Beitrages

      Liebe Tatjana,

      danke dass du deine wunderbaren Gedanken mit mir teilst! 🙂

      Genau das beobachte auch ich. Die Angst vor den Reaktionen der anderen, die ja nicht mal so unbegründet ist. Denn irgendwie gilt man ja schon als eine Art Außenseiter, wenn man nicht mitjammert und sich stattdessen auf das Positive konzentriert.
      Es geht dabei auch gar nicht darum, schlechte Gefühle zu verdrängen. Oftmals wird das missverstanden. Sondern eher darum, sie nicht ständig mit sich herum zu tragen und jedem auf die Nase zu binden.

      “Geh durch die Angst und du kommst in dein Potenzial!” gefällt mir 🙂

      Vielleicht inspirieren wir damit ja unser Umfeld und es konzentrieren sich mit der Zeit immer mehr Menschen auf die positiven Dinge im Leben.

      Liebe Grüße
      Jenny

  2. Markus Antworten

    Hey Jenny,

    Wie du doch immer Recht hast. Ich versuche schon lange mein Leben in etwas besseres zu verändern doch leider hab ich immer wieder Zweifel wieso es nicht so läuft wie ich es mir eigentlich geplant hab. Und dann falle ich immer wieder in alte Muster zurück. Ich werde es auf jeden Fall weiter versuchen und auf deine Tipps hören. Ich hoffe dass ich damit irgendwann glücklicher werde…

    Liebe Grüße Markus aka Hoss 😉

    • Jenny Autor des Beitrages

      Hey Markus,

      wie schön, dass du mir schreibst 🙂
      Versuche wirklich mal bei deinen Gedanken anzusetzen und schau dir genau an, wie sie aussehen. Dann kannst du sie Schritt für Schritt verändern. Außerdem werde dir mal bewusst, was du bisher schon alles erreicht hast 🙂 Du hast doch schon riesen Fortschritte was deinen Körper und deine Gesundheit betrifft gemacht. Sei stolz darauf 🙂 Und vorallem sei dankbar für das, was du schon hast. Damit weckst du so starke positive Emotionen in dir, dank denen du dich automatisch glücklicher fühlen wirst 😉

      Ganz liebe Grüße
      Jenny

  3. MR Antworten

    Dieser Beitrag bestärkt mich in meinem Tun und Handeln. Danke! Leider werde ich von anderen als naiv und blond eingestuft, weil ich nie zuerst das schlechte/böswillige bei anderen Sehen möchte. Dieses miesepetrige und die Lästereien Nerven langsam nur noch und deprimieren obendrein.

    • Jenny Autor des Beitrages

      Es freut mich, dass ich dich bestärken konnte 🙂
      Natürlich schadet eine Portion Menschenkenntnis nie dabei, die Vertrauenswürdigkeit eines anderen einzuschätzen. Aber deshalb sollte man nicht generell misstrauisch gegenüber jedem Menschen eingestellt sein.
      Behalte deine Offenheit unbedingt bei und lass dich nicht von anderen beirren 🙂 Ich fände es soo schön, wenn wir uns wieder mehr auf das Gute in anderen fokussieren würden 🙂

      Liebe Grüße
      Jenny

  4. Kathrin Antworten

    Das hat mir jetzt gut getan. Denn heute war Mal wieder ein Tag an dem ich alles nur blöd gefunden habe. Dabei war er doch eigentlich gar nicht so schlimm…

    • Jenny Autor des Beitrages

      Liebe Kathrin,

      freut mich, dass dir mein Beitrag gefällt 🙂

      Liebe Grüße
      Jenny

  5. Anke Lambrecht Antworten

    Hi Jenny,
    eine tolle und wichtige Inspiration.

    Immer nur das zu sehen, was nicht gut läuft kostet eine Menge Energie. Dabei sind viele Meister darin, nur die eine Seite der Medaille zu betrachten. Doch alles hat zwei Seiten.

    Dabei ist es ein wichtiger Schritt, sich das Jammern einzugestehen. – Wenn nicht sogar der wichtigste. Dafür sind deine Beispiele klasse.

    Jammern ist für viele erstmal einfacher. Dadurch lässt sich doch so schön die Verantwortung auf andere abwälzen, anstatt auf sich selbst zu gucken.

    Deinen Punkt mit der Grundhaltung gegenüber meinen Mitmenschen finde ich auch sehr wichtig. Ich glaube ja, dass jeder Mensch aus seiner Perspektive aus einer guten Absicht handelt. Vielleicht gelingt es ihm oder ihr gerade nur nicht, dass in seinem Verhalten zu zeigen.

    Danke für den Artikel!

    Viel Erfolg.
    Anke

    • Jenny Autor des Beitrages

      Liebe Anke,

      vielen Dank für deinen Kommentar.

      Da hast du wirklich recht, es kostet eine Menge Energie. Diese Energie könnte man ja ebenso gut dafür verwenden, sich auf das schöne im Leben zu fokussieren.
      Indem man aufhört zu Jammern, kann man diese freigewordene Energie auch viel besser dafür nutzen, nach einer Lösung für das Problem zu suchen.

      Und du hast völlig recht, viele Menschen wissen einfach nicht, wie sie sich sonst verhalten sollen. Deshalb halte ich es für sinnvoll, hin und wieder einfach mal zu uns selbst zu reflektieren und darauf zu achten, was wir sagen oder tun und wie sich das auf uns und unser Leben auswirken kann.

      Liebe Grüße
      Jenny

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