Wie ich Trauer und Krisen überwinde

Trauer und Krisen

Wir alle kennen Phasen im Leben, in denen uns die Traurigkeit überwältigt. Das kann das Ende einer Beziehung, der Tod eines geliebten Menschen, eine schlimme Krankheit oder ein anderes erschütterndes Ereignis sein. In solchen Situationen fühlt es sich manchmal so an, als ob uns der Boden unter den Füßen weggerissen wird und unser ganzes Leben keinen Sinn mehr macht.

Jeder Mensch reagiert auf seine Weise auf solche Krisen und geht anders damit um. Ich habe nicht den ultimativen Weg gefunden, wie du in 3 Tagen wieder fröhlich wirst. Aber ich glaube, ich gehe ganz gut mit solchen Phasen um und bin mir sicher, dass der ein oder andere Tipp auch dir sehr helfen kann.

Lass das Gefühl zu

Mein wichtigster Rat an dich ist, deine Gefühle zuzulassen. Schau genau hin, was da alles in dir vorgeht und wie du dich dabei fühlst. Nimm dir die Zeit, um deine Trauer, Wut, Verzweiflung oder Angst zu spüren und lass diese Gefühle zu. Am Anfang fühlt es sich vielleicht so an, als wenn deine Gefühle dich zu überwältigen drohen. Doch wenn du ihnen einmal wirklich deine ganze Aufmerksamkeit schenkst, wirst du merken, dass sie langsam ihre Macht über dich verlieren und du sie aushalten kannst.

Wenn du deine Gefühle stattdessen immer wieder verdrängst, werden sie stärker und stärker und holen dich irgendwann ein. Also nimm sie an und gehe ganz in dieses Gefühl hinein, was immer es auch ist. Du wirst merken, dass deine Gefühle mit der Zeit langsam abklingen und schwächer werden.

Manchmal hilft es mir auch, mir bewusst zu machen, wie klein meine Probleme eigentlich sind. Ja natürlich, für mich sind sie im Moment alles anderes als bedeutungslos und klein – schließlich betrifft es ja mein Leben. Aber ich denke dann daran, dass verglichen mit dem, was andere Menschen irgendwo auf der Welt gerade durchmachen, es mir doch eigentlich ganz gut geht.

Die Welt hört nicht auf sich zu drehen, auch wenn es sich gerade so anfühlt

Bei all den negativen Emotionen, die ich mir erlaube zu fühlen, bewahre ich stets einen Funken Hoffnung in mir und vertraue darauf, dass egal wie schlimm es sich gerade anfühlt, am Ende wieder alles gut wird. Finde dieses Urvertrauen in dir wieder und glaube daran.

Am Ende wird alles gut. Wenn es nicht gut ist, ist es noch nicht das Ende. - Oscar Wilde

Es gibt nichts, was du nicht überstehen kannst, denn das Universum gibt dir nur die Aufgaben, von denen es weiß, dass du sie überwinden kannst. Ich weiß, dass es sich in einer schlimmen und traurigen Situation nicht so einfach anfühlt. Aber versuche trotzdem, daran zu glauben.

Wenn im Leben immer alles glatt läuft, werden wir nie herausgefordert und erhalten seltener die Gelegenheit, über uns hinauszuwachsen. Nutze diese schweren Phasen in deinem Leben daher als Chance, dich selbst besser kennenzulernen und herauszufinden, was in dir steckt. Manchmal braucht es einen Schicksalsschlag bis wir endlich unsere wahre Kraft entdecken, mit Hilfe derer wir ein schlimmes Erlebnis überstehen.

Wenn du die Traurigkeit, den Verlust oder ein traumatisches Ereignis überwindest, gehst du viel stärker als jemals zuvor daraus hervor. Jede Krise, die wir überstehen, bringt uns unserem wahren Ich näher und lässt uns über uns selbst hinauswachsen.

Finde Halt durch Freunde und Familie

Wenn es uns schlecht geht, brauchen wir oft etwas Zeit für uns allein. Wir müssen uns mit uns selbst und unseren Gefühlen auseinandersetzen. Wir sind traurig und weinen und möchten uns im Bett verkriechen und niemanden sehen. Und das ist auch gut so – das darf so sein.

Aber auch wenn du Zeit für dich brauchst, isoliere dich nicht zu sehr. Du musst das alles nicht alleine durchstehen. Bitte deine Freunde oder Familie, für dich da zu sein und dir beizustehen. Rede mit einem vertrauen und geliebten Meschen über das, was dich bedrückt, traurig oder dir Angst macht. Lass deine Freunde für dich da sein. Oftmals hilft uns eine Stimme von Außen dabei, die Dinge aus einem Blickwinkel zu sehen und uns auf andere Gedanken zu bringen.

Wie ich mit Trauer und Krisen umgehe

Und auch wenn du dich am liebsten nur verkriechen würdest: Mach ein bisschen Sport – wenigstens ein kleines bisschen ist. Oder gehe zumindest draußen spazieren. Die Bewegung tut dir gut und holt dich aus deiner negativen Spirale heraus. Dein Körper wird dadurch mit neuer Energie durchströmt und schüttet Hormone aus, die dich wieder etwas glücklicher machen und deinen emotionalen Stress abbauen. Außerdem wird dein Kopf wieder klarer und du fühlst dich allgemein etwas besser.

Der Wendepunkt

Irgendwann kommt der Zeitpunkt, an dem du keine Lust mehr hast, dich traurig und niedergeschlagen zu fühlen. Es wird irgendwann langweilig und du merkst, dass das Leben da draußen auf dich wartet und dich behutsam aber voll zurückgehaltener Freude fragt “Na, bist du jetzt endlich wieder bereit für mich?”

Dann weißt du, dass du jetzt wieder in dein neues Leben gehen kannst. Es ist nicht dein normales Leben oder dein altes. Denn du hast dich verändert. Du hast eine Krise überlebt und vielleicht auch ein paar Narben davongetragen. Du hast eine schwere Phase überstanden, indem du eine neue, davor unbekannte Kraft in dir gefunden hast. Und im Gegensatz zu deinen Narben, die mit der Zeit verblassen, wird diese Kraft dir für immer erhalten bleiben. Falls du jemals wieder in eine ähnliche Situation gelangst, kannst du dich darauf verlassen, dass du auch diese überstehen wirst.

Ich wünsche dir von Herzen, dass es dir gut geht und – egal was gerade in deinem Leben passiert – du deine innere Kraft findest.

Alles Liebe, deine

 

 

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