Rauchen aufhören – wie du es endlich schaffst!

Bis vor ein paar Jahren habe ich täglich sehr viel geraucht und das über 9 Jahre lang. Doch wie viele Raucher hatte auch ich den Wunsch endlich mit dem Rauchen aufzuhören. Ich habe mich damit einfach nicht mehr wohl gefühlt und war genervt von der Sucht und dem Drang, mir immer wieder eine Zigarette anzuzünden. Ich wollte mich endlich wieder frei und unabhängig fühlen – ich musste etwas ändern!

Wie du es endlich schaffst, dauerhaft rauchfrei zu bleiben

Du fragst dich jetzt bestimmt, wie ich das so einfach geschafft habe. Ich will nicht lügen – einfach war es nicht. Aber man kann es von heute auf morgen und ohne Hilfsmittel schaffen. Du brauchst dazu weder eine Nichtraucher App, noch E-Zigaretten, Nikotinpflaster oder sonst irgendwas. Nur einen starken Willen, endlich rauchfrei zu werden – und dein Leben zu verändern.

Ich möchte dir in diesem Artikel alle Tipps verraten, die mir dabei geholfen haben, dauerhaft ein rauchfreies Leben zu führen und für immer Nichtraucher zu werden.

Der Wille ist nicht alles

… aber er ist die wichtigste Grundvoraussetzung. All deine guten Vorsätze bringen dich nicht weiter, wenn du nicht den Willen hast, sie auch umzusetzen. Der Weg zum Nichtraucher zu werden ist nicht einfach und du darfst dabei nicht aufgeben. Aber keine Angst, ich habe die perfekte Lösung dafür gefunden, wie du deinen Willen dauerhaft aufrechterhalten kannst und dich auch in schwierigen Situationen nicht unterkriegen lässt.

Setzte ein Datum fest

Sobald du den Entschluss gefasst hast, das Rauchen endlich sein zu lassen, solltest du ein Datum dafür festlegen. Wähle einen geeigneten Zeitpunkt aus, am besten einen Montag. Denn der Montag steht für eine neue Woche und einen damit für einen Neuanfang. Natürlich geht auch jeder andere Tag, aber es sollte einer sein, der für dich einen neuen Start symbolisiert.

Lass dir bei der Auswahl des Datums nicht zu viel Zeit und belüge dich nicht selbst – es gibt keinen „perfekten“ Zeitpunkt um mit dem Rauchen aufzuhören. Das Leben ist voller stressiger und schwieriger Situationen und wenn du abwartest, bis alles vorbei ist, verschiebst du das Datum immer weiter nach hinten. Plane dir am besten ca. zwei Wochen ein, in denen du so wenig wie möglich unter Menschen sein wirst. In den ersten Wochen des Nikotinentzugs wird es dir wahrscheinlich nicht so gut gehen und du wirst unter Umständen unausstehlich und sehr leicht reizbar sein. Am besten eignet sich daher ein Urlaub oder Ferien.

Erzähle Anderen von deinem Vorhaben

Als ich vor einigen Jahren einer Freundin erzählt habe, dass ich nun endlich aufhören wolle zu rauchen, meinte sie zu mir: „Das schaffst du bestimmt! Ich glaube an dich.“ Wir kannten uns erst ungefähr ein Jahr und das war der Eindruck, den sie von mir hatte. Meine Schwester, die bereits einige meiner Fehlversuche mitbekommen hatte, meinte dagegen nur spöttisch: „Ach, das schaffst du doch eh wieder nicht!“. Sie hatte sich ihr Urteil über mich und mein Vorhaben schon längst gebildet und dieser Satz ärgerte mich sehr.

Doch im Nachhinein hat mir genau das die nötige Kraft verliehen. Es war die richtige Kombination: einerseits empfand ich Unterstützung von meiner Freundin und wollte sie nicht enttäuschen. Sie war sich doch so sicher, dass ich es schaffen würde. Andererseits stachelte der Satz meiner Schwester den Ehrgeiz in mir an. Ich würde es ihr schon zeigen und allen beweisen, dass das, was ich mir vornehme, auch Wirklichkeit wird.

Wie du endlich mit dem Rauchen aufhörst! Endlich mit dem Rauchen aufhören!

Wenn du dich also entschlossen hast, dein neues Leben als Nichtraucher zu beginnen, erzähle ein paar engen Freunden oder deiner Familie davon. Das hat einerseits den Vorteil, dass es dich ein bisschen unter Druck setzt und du die anderen nicht enttäuschen willst. Vielleicht gibt es in deinem Umfeld aber auch Leute, die deine zahlreichen Versuche, das Rauchen sein zu lassen, leid sind und schon gar nicht mehr daran glauben. Du wirst ihnen diesmal das Gegenteil beweisen! Zeig es ihnen und überrasche dich vielleicht sogar selbst!

Verpasse dir eine Gehirnwäsche

Meine absolute Geheimwaffe, um meinen Willen auf ein Level zu pushen, in dem mich nichts mehr dazu bringen konnte, eine Zigarette zu rauchen, war eine Gehirnwäsche. Das hört sich jetzt psychologisch und kompliziert an, ist aber relativ einfach.

1. Visualisiere dein Ziel

Als erstes überlegst du dir, warum du mit dem Rauchen aufhören willst. Was ist dein Ziel? Gründe gibt es ja genug –  ob es das ganze Geld ist, dass man dadurch spart oder die verbesserte Gesundheit. Dass deine Haare, Klamotten und dein Auto endlich nicht mehr nach Rauch stinken oder dass du nicht ständig daran denken musst Zigaretten zu kaufen – um nur einige zu nennen.

Es gibt aber noch tiefliegendere Gründe… Vielleicht fühlst du dich in deiner Haut nicht richtig wohl, nicht sportlich genug, nicht selbstbewusst genug, nicht fit genug oder einfach nicht so, wie du dich fühlen möchtest. Kennst du diesen Spruch „Always be the best version of yourself“? Vielleicht hast du das Gefühl, dass du eigentlich lieber ein anderer Mensch wärst, eine bessere Version deiner selbst.

Ich will nicht übertreiben, aber es könnte sein, dass du dich nachdem du mit dem Rauchen aufgehört hast, wie ein neuer Mensch fühlst.

Und genau das ist dein eigentliches Ziel. Die oben genannten Gründe sind nur positive Begleiterscheinungen. Du wirst eine Version 2.0 deiner selbst werden. Stelle dir vor, wie du als Nichtraucher sein wirst. Stelle dir vor, wie stolz du auf dich sein wirst. Mit dem Rauchen aufzuhören wird ein riesiges Erfolgserlebnis in deinem Leben sein und dich auch positiv in allen anderen Lebensbereichen beeinflussen. Stelle dir vor, wie viel selbstbewusster du werden wirst. Wie du vielleicht auch endlich anfängst mehr Sport zu treiben und dich gesünder zu ernähren. Stelle dir vor, wie schön deine Haut strahlen wird und wie gut du dich in deinem Körper fühlen wirst. Eine Nikotinsucht passt einfach nicht zu der besten Version von dir.

2. Sammle Informationen

Um deine Visualisierung noch zu untermauern, sammle so viele Informationen wie möglich. Füttere dein Gehirn mit Fakten über Dinge, die sich nachdem du mit dem Rauchen aufgehört hast verändern werden. Lies dich durch einige der Infoseiten, die du im Internet dazu finden kannst und merke dir alle positiven Aspekte (es gibt keinen negativen).

Ich habe hier einige Beispiele für dich gesammelt:

  • dein Puls und dein Blutdruck normalisieren sich
  • deine Blutgefäße erweitern sich – deine Hände und Füße sind nicht mehr immer so kalt, da sie wieder besser durchblutet werden und deine Haut strahlt wieder
  • der Kohlenmonoxid-Gehalt in deinem Blut verringert sich und der Sauerstoffgehalt steigt an – du fühlst dich fitter und leistungsfähiger
  • dein Geruchs- und Geschmacksinn verbessert sich
  • dein Kreislauf wird stabiler
  • deine Lunge regeneriert sich und fängt an sich zu reinigen
  • das Risiko für Herzkrankheiten und Krebs sinkt

Ändere nicht deine Gewohnheiten

Während du dein Ziel, die beste Version von dir zu werden, visualisiert hast, sind dir vielleicht ein paar Zweifel gekommen. Hier und da hat sich vielleicht ein „Aber was wenn…“ eingeschlichen. Du hast dich vielleicht gefragt, wie du in all diesen Momenten reagieren sollst, in denen bisher eine Zigarette deine Lösung war.

Als ich damals mit dem Rauchen aufhören wollte, habe ich auf verschiedenen Seiten immer wieder dasselbe gelesen: Wenn du aufhören willst zu Rauchen, ändere all deine Gewohnheiten und vermeide Situationen, in denen du zu einer Zigarette verleitet werden könntest. Ändere deine übliche Routine, gehe andere Wege, suche dir neue Freunde, ändere deinen Namen, …oder so ähnlich. Ich soll also mein komplettes Leben auf den Kopf stellen? Das schien ja wahnsinnig kompliziert zu werden. Es gibt jedoch auch eine andere Art, mit der Umstellung auf ein rauchfreies Leben umzugehen.

Und zwar indem du alles genau so machst wie bisher, nur ohne dabei zu rauchen.

Wenn du nach einer anstrengenden Stunde am Schreibtisch erstmal auf den Balkon gehst und dir eine Zigarette anzündest, denkst du vielleicht du wirst dadurch gelassener und entspannst dich. Nachdem du aufgehört hast zu rauchen, tust du einfach dasselbe, nur ohne Zigarette. Stelle dich einfach ein paar Minuten auf den Balkon, egal bei welchem Wetter (das war dir vorher schließlich auch egal) und mache deinen Kopf frei. Wenn du dich wieder etwas erholt fühlst, gehst du wieder nach drinnen. Du wirst merken, dass dabei der gleiche Effekt eintritt, wie wenn du eine Zigarette geraucht hättest. Nach einer Weile wird es dir zu blöd bei Wind und Wetter draußen zu stehen und du gewöhnst dir dieses Ritual vielleicht komplett ab. Oder du hast darin eine neue Art der Entspannung gefunden.

Wenn du bisher zusammen mit Freunden oder Kollegen rauchen warst, möchtest du auf diesen kurzen Austausch bestimmt nicht verzichten, bloß weil du jetzt zu den Nichtrauchern gehörst. Das musst du auch nicht. Am Anfang wird es vielleicht sehr schwer sein, deshalb machst du das am besten nicht direkt nach der Umstellung. Aber sobald du dich dem wieder gewachsen fühlst, steht diesen Raucherpausen (natürlich ohne dabei selbst zu rauchen) nichts im Wege.

Du solltest einfach alles machen wie bisher auch, denn dann hast du auch nicht das Gefühl, dass dir jetzt, da du nicht mehr rauchst, etwas fehlt. Konfrontiere dich mit den kritischen Situationen und stehe sie als Nichtraucher durch, bis es für dich zur Normalität wird, das Leben ohne Zigaretten zu leben. Wenn du diese Situationen stattdessen nur vermeidest, wirst du vielleicht einen schwachen Moment haben, wenn sie dich unerwartet treffen und wieder zur Zigarette greifen.

Achte auf einen gesunden Lebensstil

Als frischgebackener Nichtraucher wirst du bald die vielen positiven Veränderungen wahrnehmen, auf die ich weiter oben bereits eingegangen bin. Du wirst dich nach einer Weile viel wohler in deinem Körper fühlen.

Mache dir dabei bewusst, wie du deinen Körper früher behandelt hast. Du hast Tag für Tag zugelassen, dass er durch Nikotin (ein Nervengift) und all die anderen schädlichen Zusatzstoffe in Zigaretten verunreinigt wird. Ich möchte mir den Satz „Dein Körper ist ein Tempel“ eigentlich verkneifen, aber Tatsache ist: Du hast in deinem Leben nur diesen einen Körper. Du steckst hoffentlich noch ein paar Jahrzehnte darin, also solltest du dir langsam überlegen, wie du mit ihm umgehst. Wie du mit DIR umgehst.

Diese Gedanken helfen dir dabei, dauerhaft rauchfrei zu bleiben. Wenn du dir selbst wieder mehr wert bist – es dir wert bist, gesund und glücklich zu leben – wieso in aller Welt solltest du dann jemals wieder Zigaretten rauchen? Es schadet dir nur selbst und du tust dir damit nichts Gutes.

Fang also am besten damit an, alles dafür zu tun, um gesund zu sein und dich in deinem Körper wohl zu fühlen. Trinke viel Wasser (mindestens 3 Liter pro Tag), schlafe ungefähr 8 Stunden pro Nacht, treibe regelmäßig Sport, iss viel frisches Obst und Gemüse und verzichte so gut du kannst auf ungesunde und verarbeitete Nahrungsmittel.

Motiviere dich selbst

Du frägst dich vielleicht: Wie schaffe ich es, die schlimme Zeit der Entwöhnungsphase durchzustehen? Indem du dich immer wieder dazu motivierst! Du wirst vor allem in den ersten Tagen häufig das Gefühl haben, der Sucht nicht mehr standhalten zu können und mit dem Gedanken spielen, ihr einfach nachzugeben. Tu es nicht!

Trinke stattdessen einen Schluck Wasser (greife nicht zu Essen, sonst wirst du schnell ein paar Kilo zunehmen). Der Moment wird vorbeigehen. Ich verspreche es dir. Es kann sein, dass er nach einer halben Stunde wiederkommt, aber auch dann wird er wieder vorbeigehen. Halte einfach durch! Es wird von Tag zu Tag leichter. Lenke dich mit Dingen ab, die deinem Körper gut tun. Wenn du kannst, mache viel Sport und hilf deinem Körper, indem du dir gesunde Mahlzeiten zubereitest, genug schläfst und dich mit positiven Gedanken bei Laune hältst. Freue dich auf dein neues, stärkeres Selbst.

Die ersten Wochen sind am schlimmsten, doch mit der Zeit wird es langsam besser.

Nach ca. zwei bis drei Monaten wirst du einen deutlichen Unterschied merken und das Thema Rauchen wird für dich langsam an Bedeutung verlieren. Es geht jetzt nur noch Bergauf! Und ja, auch das Gefühl, nach dem Essen unbedingt Eine rauchen zu wollen, geht für immer weg.

Und falls du dich jemals wieder beim Gedanken erwischst, wie es wäre, wieder mit dem Rauchen anzufangen, dann denke einfach daran, was du geschafft hast. Willst du das wirklich aufgeben? Willst du das alles irgendwann nochmal durchstehen müssen? Dein neues rauchfreies Leben sabotieren? Dein Körper hat sich schon so gut regeneriert und dein Gehirn hat endlich verstanden, dass es keine Zigaretten zum Überleben braucht. Du führst jetzt ein unabhängiges, eigenständiges Leben und bist endlich frei von der Sucht. Lass dir diese Freiheit nie wieder wegnehmen!

Lade dir hier mein kostenloses Motivationspaper runter und beginne noch heute damit, deinen Willen auf das höchste Level zu pushen!

 

Ich bin davon überzeugt, dass auch du es schaffen kannst und hoffe meine Tipps werden dir dabei helfen.

Viel Erfolg!

Unterschrift Jenny

 

Hast du früher schon versucht, mit dem Rauchen aufzuhören? Woran bist du dabei gescheitert und wie wirst du es diesmal verhindern? Oder bist du bereits Nichtraucher und hast noch weitere Tipps, die du gerne teilen möchtest? Hinterlasse doch einen Kommentar 🙂

 

 

7 thoughts on “Rauchen aufhören – wie du es endlich schaffst!

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    • Jenny Autor des Beitrages

      Hallo Duvar,

      sehr gerne 🙂
      Vielleicht klappt es mit meiner Methode ja auch bei Ihnen.
      Ich wünsche Ihnen ganz viel Erfolg!

      Viele Grüße
      Jenny

  2. Helena Antworten

    Ich habe es beim zweiten Versuch endlich geschafft, dabei war ich über vierzig Jahre starke Raucherin. Geholfen hat mir Frau Rauchfrei. Ohne ihre Beratung und ihren Beistand hätte ich wohl wieder aufgegeben.

  3. Franzi Antworten

    Ein super schöner Beitrag, liebe Jenny! Vielen Dank dafür. Eigentlich sollte ich jetzt direkt angreifen. Mal sehen, dein Motivationspaper hab ich mir auf jeden Fall abgespeichert. 🙂 Liebe Grüße

    • Jenny Autor des Beitrages

      Hey Franzi,

      danke schön 🙂 ich hoffe, ich konnte dich motivieren.
      Lass mich wissen wenn du es geschafft hast, Nichtraucherin zu werden 😉

      Liebe Grüße und ganz viel Erfolg!

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