Wie schaffst du es, selbstbewusst zu sein?

Ich war nicht immer selbstbewusst. Ich bin es auch heute nicht immer. Ich musste erst lernen – und lerne immer noch – meine eigenen Stärken anzuerkennen und wertzuschätzen. Mich von den Erwartungen der Anderen loszulösen und meinen eigenen Weg zu gehen. Einen Weg, der mich glücklich macht. Ich habe gelernt, dass ich wachsen und mich verändern darf, wenn mich das glücklich macht. Und dass meine Eigenschaften und Fähigkeiten genau die sind, die ich brauche, wenn ich das mache, was mir Freude bereitet. Dass ich so, wie ich bin, perfekt für mein Leben bin. Und ich wünsche dir so sehr, dass du das auch von dir glauben kannst.

Sei selbstbewusst – aber bitte nur ein bisschen

Doch wie schaffst du es, wirklich selbstbewusst zu sein und Selbstvertrauen zu haben, in einer Welt, die dir das nicht beibringt? In einer Welt voller Zwiespalt, wenn es um Selbstbewusstsein geht. In der wir zwar selbstbewusst auftreten sollen – aber bitte nicht zu sehr.

Man sagt uns, wir dürfen ruhig auch mal stolz auf uns sein. Aber bitte nicht zu lange, denn so toll sind wir nun auch wieder nicht. Und wehe du strahlst heller als die anderen, dann wirst du schnell wieder auf den Boden der Tatsachen zurück geholt. Denn zuviel Optimismus schadet dir nur –  es tut danach umso mehr weh, wenn das, was du dir vorgenommen hast, schief geht. Träumen ist was für Verlierer und warum solltest gerade du deine Träume erfolgreich in die Tat umsetzen? Wenn es so einfach wäre, würde es ja jeder machen.

wie du selbstbewusst wirst

Es braucht eine ganze Menge Energie, um in unserer heutigen Gesellschaft an uns selbst zu glauben. Unsere Träume nicht aufzugeben und darauf zu vertrauen, dass wir unseren Weg gehen. Zu viele Menschen haben damit aufgehört und haben Angst, groß zu träumen. Sie erlauben sich nicht den kleinsten Funken Hoffnung auf ein erfülltes Leben, denn sie stecken scheinbar fest in ihrer Routine und ihren unbefriedigenden Jobs, in Beziehungen voller Abhängigkeit und ohne echte Liebe und Verbundenheit, in einem Umfeld, dass sie in ihrer negativen Sicht auf die Welt immerzu bestätigt.

Sie haben Angst, dass du dich traust und das schaffst, was sie nicht mal mehr zu träumen wagen. Sie reden sich ein, sie seien glücklich und man müsse sich mit dem begnügen, was man hat. Nicht jeder hat ein schönes Leben, das ist eben so.

Wenn ich das jemals auch nur für eine Sekunde geglaubt hätte, würde ich wahrscheinlich durchdrehen! Wozu dann das Ganze? Nenn es von mir aus die naiven Gedanken einer 27-Jährigen, aber ich glaube durchaus, dass jeder Mensch es verdient hat, glücklich zu sein. Ich glaube, dass wir alle unseren Traummann/unsere Traumfrau treffen. Dass wir irgendwann unseren Traumjob ausüben und Spaß daran haben und dass wir es schaffen, unserem Leben einen Sinn zu geben.

selbstbewusst

 

Aber die meisten Menschen glauben das scheinbar nicht. Und das ist auch der Grund, warum sie dir nicht beibringen, wie du dein ganzes Potential entfaltest. Wie du eine strahlende Persönlichkeit entwickelst und voller Selbstbewusstsein genau das tust, wofür du auf dieser Welt bist. Wie du wirklich selbstbewusst deinen Weg gehst und authentisch deine Meinung vertrittst und für deine Überzeugungen einstehst. Wie du größer träumst als jemals zuvor in deinem Leben und wie du deine Träume wahr werden lässt.

Das darfst du alles selbst lernen.

Das Schöne daran ist, dass du das auch kannst. Du bist nicht das, was dir passiert ist oder was du alles erlebt hast. Du bist nicht das, was andere Menschen von dir denken. Du bist viel mehr, als du bisher von dir kennst. Du ahnst es vielleicht schon und kannst es spüren – innerlich bist du so viel stärker, als du nach außen zeigst. Du musst dich nur daran erinnern.

Kannst du dich daran erinnern, wer du warst, bevor die Welt dir erzählt hat, wer du sein sollst? – Danielle LaPorte

Vergiss was man dir beigebracht hat und fang damit an, wieder an dich zu glauben. Trau dich große Träume zu haben und glaube daran, dass sie wahr werden. Zeig dich wieder so, wie du eigentlich bist und verstelle dich nicht mehr. Sei einfach du selbst und schau, was passiert. Wie sich dein Leben verändert und wie du dich dabei fühlst.

Ich weiß, das ist gar nicht so einfach. Vielleicht helfen dir ja folgende Gedanken dabei:

Du kannst es eh nie allen recht machen

Irgendjemand wird immer einen Grund haben, dich nicht zu mögen. Oder ist dir etwa jeder Mensch sympatisch? Das ist aber auch gar nicht schlimm. Es muss nicht jeder dein Freund sein. Es ist völlig okay und ganz normal, dass du bei einigen Menschen besser und bei anderen schlechter ankommst.

Wenn dich sowieso nie alle mögen, dann sei doch einfach so, wie du bist.

Und selbst bei dir nahe stehenden Menschen musst du keine Angst haben, dich so zu zeigen, wie du bist. Du darfst auch Dinge sagen oder tun, mit denen deine Familie und Freunde nicht einverstanden sind. Sie werden dich deshalb nicht weniger mögen. Oder findest du ausnahmslos alles gut, was deine Freunde machen? Wahrscheinlich nicht. Magst du sie deshalb weniger? Siehst du.

Hinterfrage deine Überzeugungen

Ob wir selbstbewusst sind oder nicht, hängt wie unser gesamtes Verhalten zu 95% von unserem Unterbewusstsein ab. Von unseren tiefsten Überzeugungen und unseren inneren Glaubenssätzen. Vielleicht hast du als Kind oder in deiner Jugend etwas erlebt, dass dich seitdem glauben lässt, du seist nicht schlau genug oder nicht attraktiv genug. Vielleicht bist du aber auch davon überzeugt, keine besonderen Fähigkeiten zu haben und denkst deshalb, du kannst nichts.

Finde heraus, was deine negativen Glaubenssätze über dich sind und ersetze sie durch positive, dich stärkende Glaubenssätze. Das kannst du zum Beispiel mit positiven Affirmationen, wie ich sie hier beschrieben habe, erreichen.

Finde deine Stärken

Mir persönlich hat es enorm geholfen, mir über meine Stärken bewusst zu werden und sie auch als diese wertzuschätzen. Das klingt viel leichter, als es ist. Denn alles was wir bereits können, nehmen wir als selbstverständlich wahr. Wenn wir gut in etwas sind, denken wir oft: “Das ist doch leicht, das kann bestimmt jeder.” Dabei vergessen wir häufig, wie lange es gedauert hat und viel Arbeit wir investiert haben, um diese Fähigkeit zu erlernen. Wir unterschätzen uns und haben deshalb das Gefühl, nichts besonderes zu können. Und auch deine angeborenen Eigenschaften sind etwas, das nicht jeder hat.

Was mich im Bezug auf meine Stärken einen großen Schritt weiter gebracht hat war, dass ich mir 5 Situationen aus meinem Leben ins Gedächtnis gerufen habe, die für mich Erfolgserlebnisse waren. Ich habe genau aufgeschrieben, wie und mit welchen Fähigkeiten ich ein bestimmtes Problem gelöst habe. Danach habe ich analysiert, welche Eigenschaften und Stärken ein Mensch haben muss, um dieses Problem auf diese Art und Weise zu lösen. Dabei sind ganze 4! Seiten voller Stärken entstanden.

Die Zeit danach war ein Prozess, der ein paar Wochen gedauert hat, und in dem ich mir meine Stärken immer wieder bewusst gemacht habe. Und in dem ich gelernt habe, sie wirklich als meine Stärken anzuerkennen – als Fähigkeiten, die nicht jeder hat.

 

 

Was sind deine Stärken? Kennst du sie schon oder bist du gespannt darauf, was alles in dir steckt? Hinterlasse mir gerne einen Kommentar 🙂

 

 

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2 thoughts on “Wie schaffst du es, selbstbewusst zu sein?

  1. Martina Klein Antworten

    Liebe Jenny,
    ich kann so viel aus Deinem Beitrag nachvollziehen. Sich an den Erwartungen der anderen zu orientieren, ist einschränkend. Aber oft ist es einem nicht bewusst, dass man sich an fremden Erwartungen misst.
    Liebe Grüße
    Martina

    • Jenny Autor des Beitrages

      Liebe Martina,

      da hast du vollkommen Recht. Diese Verhaltensweisen sind meiner Meinung nach sogar häufig unterbewusst. Aber ich denke, dass man sich durch bewusstes, aktives Handeln “antrainieren” kann, anders mit einer Situation umzugehen. Und natürlich, indem man seine einschränkenden Glaubenssätze auflöst.

      Liebe Grüße
      Jenny

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